Blog-Parade: Wahlkampf im Internet?

Geschrieben von Tobias am 13 Jan, 2009 um 20:38 Uhr | 1 Kommentar

Wenn am nächsten Sonntag in Hessen wieder gewählt wird, dann ist erst einer der kleinen Bausteine des „Superwahljahres 2009“ beendet. Doch schon bei dieser Neuauflage der Hessenwahl gab es einiges an Wahlwerbung und Wahlaktionen im Internet und genau mit diesem Thema des Wahlkampfes im Internet setzt sich eine neue Blogparade auseinander. Da mich dieses Thema selber als überzeugter Demokrat und Parteimitglied auch sehr interessiert, nehme ich an dieser neuen Parade natürlich auch wieder teil.

Seit dem sensationellen Sieg von Barack Obama in den USA spielt das Internet auch im deutschen Wahlkampf eine immer wichtigere Bedeutung. Egal ob den Plattformen wie Twitter oder aber in den großen Communitys wie Facebook. Überall sind Politiker und Parteinen zu finden und versuchen ein wenig vom Obama Feeling abzubekommen.

Als einer der Vorreiter dieser Bewegung ist wohl der SPD-Spitzenkandidat in Hessen anzusehen. Herr Schäfer Gümbel ist mit seinem Videopodcast und seiner ausgesprochen umfangreichen Webpräsenzen auf eigentlich allen wichtigen Onlineplattformen wohl einer der am meisten im Internet aktiven Politiker.
Doch nicht nur seine eigenen Anhänger sehen seine Spots und Podcasts, sondern durch die teilweise komischen Aufmachungen der Videos gibt es auch für einige Satiriker schon wieder eine nette Chance, einen kleinen Witz über diese Wahlwerbung im Web zu machen. Ein gutes Beispiel hierfür ist wohl der Schäfer-Gümbel Song.

Doch auch fernab des hessischen Wahlkampfes starten die großen Volksparteien die Werbeoffensive im Internet.

- Fazit –

Natürlich müssen die Politiker dorthin gehen, wo sich auch die Bürger und damit verbunden die Wähler befinden. Doch einige der Politiker scheinen dies nun wirklich ein wenig zu übertreiben und machen damit verbunden eine fast schon nicht mehr seriöse Politik. Denn wenn ich auf einmal die Lieblingsfilme meines Kandidaten erfahre und nicht mehr seine politischen Inhalte, dann habe ich immer mehr die Probleme, dass eher aus Sympathie und nicht mehr aus einer politischen Überzeugung gewählt wird.

Man stelle sich doch nur vor, dass ein sagen wir einmal überzeugter Wähler von Links auf einmal mitbekommt, dass der Kandidat einer vollkommen anderen Partie auch auf die Musik von der Band XY steht und dann diese Partie wählt.
Für die Partei ist dies natürlich auf dem ersten Blick nun wirklich sehr interessant und gut, doch ist es für den Wähler und die politischen Inhalte wirklich förderlich?

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1 Kommentar

  1. [...] Entertainment-Life.de sieht die Idee eines “Internetwahlkampfes” durch den Erfolg von Barack Obama in unseren Gefielden gestärkt. Der Spitzenkandidat der SPD bei den (recht erfolglos) geschlagenen Landtagswahlen im deutschen Bundesland Hesse, Schäfer Gümbel, wird als Vorreiter dieser Bewegung angeführt. Zwar sei es gut, dass die Politik dort hin geht, wo die Menschen sind (also auch ins Internet), aber es bestehe die Gefahr, dass “seriöse Politik” gänzlich aus den Augen verloren wird, und man nur mehr über die Lieblingsfilme eines Politikers, und nicht über seine Inhalte und Ideen informiert wird. [...]

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